PORTRÄT

 
   

Michael Batz ist ein renommierter Theatermacher und bekannter Lichtkünstler mit Weltruf.

Der gebürtige Hannoveraner lebt und arbeitet seit 1976 in Hamburg.
Von 1990 bis 1994 wirkte er als Dramaturg auf Kampnagel und übernahm anschließend die künstlerische Leitung der HafenKulturtage und des Theaters in der Speicherstadt, wo jeden Sommer sein "Hamburger Jedermann" aufgeführt wird. Als Autor hat er zahlreiche Theaterstücke, Hörspiele und Bücher geschrieben. Seine Lichtprojekte und -konzepte waren unter anderem in Salzburg, Florenz, Köln, Düsseldorf, Frankfurt und Berlin zu bewundern. In Hamburg hat er sich vor allem durch zwei Lichtprojekte einen weiteren Namen gemacht: durch die Blue Goals zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 und den Hamburg Blue Port zu den Hamburg Cruise Days 2008.

Hamburg Marketing GmbH

 

Batz ist einer der originellsten Archäologen dieser Stadt.

Er rückt ihren Geheimnissen mit zwei Mitteln zu Leibe: dem Theater und  dem Licht. 
„Michael Batz - Szenografie. Licht" - das steht auf seiner Visitenkarte.
„Szenografie" bedeutet: Er spielt Theater an Orten, an denen noch nie Theater gespielt wurde. „Licht" soll heißen: Er beleuchtet Winkel, die so noch nie beleuchtet wurden. 
Mit seinem Spiel vom Sterben Jedermanns hat er der Hamburger Speicherstadt neues Leben eingehaucht. Was 1994 begann und als einmaliges Projekt gedacht war, ist zu einer Konstante des Hamburger Lebens geworden. Seit 1999 glühen die schroffen Fassaden in einem sanften, weich übers Mauerrelief streifenden Licht.
Eine Idee von Michael Batz.
Der Theateraktionist und Dramatiker hatte ganz nebenbei einen neuen Beruf für sich entdeckt; er war zum Illuminator geworden, zum Erwecker öder Baumasse. 
Die Eleganz, mit der Batz das Steinmassiv der Speicherstadt in der Dunkelheit schweben lässt, verblüffte die Baudezernenten von nah und fern. Heute ist Batz „Lichtberater" etlicher Städte.  
Nachhaltige Belebung toter Winkel - das ist, in einem Begriff, das Programm des Michael Batz. Dazu gehört der Umgang mit dem Verdrängten. Für die Hamburger Bürgerschaft schreibt Batz jährlich ein neues Dokumentarstück über das Schicksal Hamburger Juden im Dritten Reich; es wird jeweils im Januar im Hamburger Rathaus uraufgeführt. 
Und dem Hamburger Wahrzeichen, der Michaeliskirche, schreibt er einen ganzen  Theaterzyklus auf den steinernen Leib. Zehn Portale hat der Michel. Für jedes Portal schreibt Batz ein eigenes Stück. Die Stücke werden sich thematisch dem Quartier zuwenden, auf welches das betreffende Portal sich öffnet, und spielend den ganzen Michel umkreisen.   
So öffnet dieser Theatermacher den Zuschauern immer neue Perspektiven, neue Blickachsen. „Mich faszinieren die Spiegelwelten, die Parallelwelten der Stadt", sagt Batz, „die will ich sichtbar machen." 

Peter Kümmel, Theaterredakteur der ZEIT

 
 

Kulturelle Vielfalt in der Speicherstadt
Hamburg sei traditionell eine Musikstadt, heißt es im aktuellen Kulturwirtschaftsbericht der Stadt. Doch das soll nicht heißen, dass nicht auch Bildende und Darstellende Kunst, Architektur, Design, Mode, Film und Fotografie ihren Platz hätten. Dicht gedrängt zeigt sich diese kulturelle Vielfalt im Gesamtkunstwerk Speicherstadt. Wo einst Hamburger Kaufleute hinter dicken Backsteinmauern Kaffee, Tee und Gewürze lagerten, sitzen heute Designer, Fotografen, Modemacher und Filmausstatter Tür an Tür mit Museen, Ausstellungen. Dem Theatermann und Licht-Künstler Michael Batz dienen die effektvoll illuminierten Fassaden als grandiose Kulisse für die Freilicht-Aufführungen seiner Jahr für Jahr aktualisierten Hamburger »Jedermann«-Version. 

Kulturstiftung der Länder

   
   
Michael Batz :: Hamburg Art Ensemble :: Auf dem Sande 1 :: 20457 Hamburg :: Telefon 040- 43 67 14 :: Telefax 040 - 36 96 23 93 :: E-Mail kontakt@michaelbatz.de